Mitmachaktionen

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Widerstand lebt davon, dass sich viele Menschen in vielfältiger Art und Weise daran beteiligen. Auf dieser Seite stelle ein paar Vorschläge zur Unterstützung von Kampagnen oder von engagierten Menschen, bei denen man aus der Entfernung und ganz simpel mitmachen kann.

Das allein wird nicht ausreichen um die Welt zu verändern, aber das sind kleine Schritte für große Träume! Mach mit!

participe aux actions!

Petition für Hanna, die nach einer Atomtransport-Blockade im Gefängnis stitzt

Am Donnerstag 10.05.2017 hat die Anti-Atom-Aktivistin Hanna eine mehrwöchige Haft in Hildesheim angetreten. Weil sie sich weigert, eine wegen einer Ankettaktion gegen sie verhängte Strafe von 1650 Euro zu zahlen ist die Aktivstin nun in Haft.

Aktive aus Indien haben eine Petition zur Freilassung von Hanna gestartet. Bei jeder Unterschrift geht eine Mail an die Staatsanwaltschaft Münster (die das Verfahren und die Haftladung eingeleitet hatte) und eine an den Knast.

Hanna wird voraussichtlich bis Anfang Juni im Gefängnis bleiben. Nach zwei Wochen kostet ihr Haftaufenthalt dem Staat mehr, als er von ihr verlangt! Im Juli findet eine Floßtour gegen Atomtransporte statt. Hanna ist dabei. Aus diesem Grund soll sie Anfang Juni "frei gekauft " werden, also der Rest der Strafe bezahlt werden. Denn Repression darf uns von Aktionen nicht abhalten!

zur Petition. Weitere Informationen zu Hannas Knastaufenthalt

Und hier der Text aus der Petition auf Englisch:

On Thursday, May 11th, 2017 German anti-nuclear activist Hanna Poddig went to the prison of Hildesheim (Lower Saxony state) in order to serve her sentence of up to 110 days imprisonment. She had refused to pay a fine of Euro 1650 for chaining herself to a railway track, and finally has to serve the prison term now.

“We strongly condemn the German government’s crackdown against anti-nuclear activist Hanna Poddig and her friends, despite its official policy of moving away from nuclear power after the Fukushima accident.

In 2012, Hanna and her friends blocked a train carrying depleted uranium hexafluoride, running unannounced through densely populated areas in Germany. In case of a rail accident, this waste would have contaminated the vast region. In relation to that entirely peaceful and significant protest, bringing attention to the unacceptable nuclear hazards, Hannah Poddig has been served a sentence of 110 days.

We appreciate Hannah’s courage for choosing the sentence over the monetary fine. This would bring international attention to the insurmountable risks associated with nuclear waste, its transport and storage.

We stand in solidarity with Hannah and her friends, and strongly urge the German authorities to release her unconditionally.”

Soli-Faxaktion gegen Repression gegen Kohle- und Atomkraftgegner_innen

Stand: Januar 2017 ; Quelle: nirgendwo.info

Im Dezember wurde ein Urteil gegen zwei Atomkraftgegner*innen rechtskräftig, die sich 2012 angekettet hatten um einen Uranzug im Münsterland zu stoppen. Das Urteil ist mit 110 und 90 Tagessätzen unüblich hoch. Trotzdem wollen wir nicht jammern, sondern dafür sorgen, dass nicht noch mehr Menschen im Kampf um eine lebenswertere Welt von Gerichten abgeurteilt werden oder dies zumindest nicht im Verborgenen geschieht Deshalb rufen wir zu Solidaritätsaktionen und einer Fax-, Mail- und Telefonkampagne auf, die sich gegen die Gerichte an denen Verfahren gegen Atom- und Kohlegegner*innen laufen richtet.

Zum Anlass:

Im Juli 2012 ketteten sich zwei Aktivist*innen mit einer einfachen Vorrichtung in der Nähe von Steinfurt an die Gleise um einen Atomtransport aus der Urananreicherungsanlage in Gronau aufzuhalten. Die Urananreicherungsanlage in Gronau hat wie die Brennelementefabrik in Lingen eine unbefristete Betriebsgenehmigung, ist also nicht vom sogenannten Atomausstieg umfasst und versorgt Atomkraftwerke weltweit mit Brennstoff.

Zur Versorgung und zum Abtransport des Mülls sind immer wieder Atomtransporte notwendig – die auch immer wieder auf unterschiedliche Art und Weise blockiert wurden und werden. Nach einem aufwändigen Verfahren über drei Instanzen wurde das Urteil gegen die zwei rechtskräftig, insgesamt müssen über 3000 Euro Strafe bezahlt werden. Amtsgericht und Landgericht interessierten sich nicht für die Gefahren der Atomkraft und Rechtfertigungsgründe, das Oberlandgericht scherte sich nicht um Rechtsfehler wie die Verletzung der Öffentlichkeit und widersprüchliche Aussagen im Urteil – der Atomstaat, der früher wie heute die Atomindustrie vor unangenehmen Protesten schützt, setzte sich wieder durch.

Weitere Verfahren in Hamburg-Harburg und Potsdam

Vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg und dem Landgericht Hamburg und dem Amtsgericht Potsdam sind weitere Verfahren, ebenfalls wegen Aktionen gegen Uranzüge rund um den Hamburger Hafen und an der Transportstrecke anhängig (Uranzugblockade von August 2014, November 2014 und April 2016). Konkret ging es um Blockaden von Uranerzkonzentrat, das per Schiff nach Hamburg kommt und dort auf Züge in die Konversionsanlage in Frankreich verladen wird und später zu Brennelementen für Atomkraftwerke weiterverarbeitet wird.Die Strafverfahren finden vor dem Amtsgericht Hamburg; die Ordnungswidrigkeitsverfahren vor dem Amtsgericht Potsdam statt.

Verfahren gegen Kohlekraft-Gegner*innen

Wie die Atomindustrie wird auch die (von den gleichen Firmen betriebene) Kohleindustrie staatlich durchgesetzt. Die Proteste gegen den Braunkohleabbau in den beiden größten Tagebaurevieren Deutschlands in der Lausitz und im Rheinland nehmen von Jahr zu Jahr zu, ebenso aber auch die Repression. Das wird sichtbar, wenn immer wieder Aktivist*innen aus dem Hambacher Forst im Knast landen, aber auch daran, dass hunderte Verfahren im Rahmen der Ende Gelände Proteste in der Lausitz und im Rheinland sowie rund um die Waldbesetzungen im Hambacher Forst und in der Lausitz geführt werden. Hier sind die Amtsgerichte Düren, Grevenbroich, Erkelenz, Kerpen (im Rheinland), Cottbus und Görlitz (in der Lausitz) aktiv gegen Kohlegegner*innen. Lassen wir sie damit nicht durchkommen.

Aktionsvorschlag

Die Verstromung von Uran und Kohle sind zwei Seiten der gleichen Medaille, deshalb rufen wir dazu auf: Macht Aktionen in den Innenstädten, verkauft Soli-Kuchen, verbreitet die Informationen und schickt eigene oder das anliegende Soli-Fax. Ruft dazu auf und macht selber mit, indem ihr euch bei den Gerichten über die Verfahren beschwert – ob per Fax, Mail oder Telefon. Zeigt Ihnen: Die Repression wird unseren Widerstand gegen Uranfabriken und Kohleabbau nicht aufhalten!

Soli-Fax-Vorlage

Hier geht es zur Vorlage.

Kontaktdaten der Gerichte für die Prozesse gegen Atomkrafttgegner*innen

  • Amtsgericht Hamburg Harburg
  • Tel: 040 428710 ; Fax: 040 4297983179

  • Amtsgericht Potsdam
  • Richterin Ahle und Rammoser-Bode

    Tel: 0331 2172562 ; Fax: 0331 20171009

    Kontaktdaten der Gerichte für die Prozesse gegen Kohlekraftgegner*innen

  • Amtsgericht Grevenbroich
  • Richterin Zieschang

    Tel: 02181 65030 ; Fax: 02181 6503111 ; Mail: poststelle@ag-grevenbroich.nrw.de

  • Amtsgericht Erkelenz
  • Richter Floeth und Meuters

    Tel: 02431 96020 ; Fax: 02431 9602222; Mail: poststelle@ag-erkelenz.nrw.de

  • Amtsgericht Düren

    Tel: 024214930 ; Fax: 024214936001, Mail: poststelle@ag-dueren.nrw.de

  • Amtsgericht Kerpen
  • Tel: 02237 5080 ; Fax: 02237 508470 ; Mail: poststelle@ag-kerpen.nrw.de

  • Amtsgericht Cottbus
  • Tel: 0355 63720 ; Fax: 0355 6372200

  • Amtsgericht Görlitz
  • Tel: 03581 4690 ; Fax: 03581 4691919, Mail: verwaltung@aggr.justiz.sachsen.de

    Anleitung zum Tripod-Bau

    Tripods (Dreibein-Konstruktion) sind bei Aktionen unterschiedlicher Art anwendbar und einfach aufzustellen. Ob als Hingucker, Blockademittel, etc. Ich empfehle vor der Durchführung einer solchen Aktion den Besuch eines Workshops. Das Aufstellen will geübt werden. Mindestens eine Kletterkundige Person sollte zur Überprüfung der Knoten dabei sein. Im Folgenden steht eine Anleitung zum Aufstellen eines Tripods. Die Anleitung ist für ein ca. 5 - 6 Meter hohes Tripod geeignet.

    Zur Anleitung

    Uranprozesse – Einladung zu solidarischer Aktion

    Quelle: nirgendwo.info , Stand Dezember 2015 Update Mai 2016 - Diese Aktion war erfolgreich, die Firma hat ihren Strafantrag zurück genommen!

    Liebe Alle,

    in Hamburg läuft eine Kampagne gegen Atomtransporte. Einige Aktionen haben bereits statt gefunden: Beobachtungen, Demos, Inspektion von Urancontainer, Schienenaktionen, etc. Die Aktionen der AtomkraftgegnerInnen sind der Polizei, der Justiz und den Umschlagfimen ein Dorn im Auge. Die ersten Gerichtsprozesse stehen an und wir wollen den Druck auf die beteiligten Firmen erhöhen!

    Am 11.12.15 startete der erste Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg, wegen der „Inspektion“ bei der Atom-Umschlag-Firma C. Steinweg im August 2014 an. Weitere Prozesse werden danach folgen. Die Vertreter von C. Steinweg haben damals Anzeige gegen die Aktivist*innen erstattet (s.Hintergrund). Wenn C. Steinweg den Strafantrag zurück nehmen würde, müsste die Staatsanwaltschaft die Strafverfahren einstellen.

    C.Steinweg wickelt ständig Urantransporte auf dem Firmengelände des Hamburger Südwestterminals ab, der letzte Transport fuhr erst vor wenigen Tage los.

    Um nun nochmals den Druck auf diese Firma zu erhöhen wollen wir alle Menschen ganz herzlich ermuntern noch einmal, bzw. erstmals die Protestaktion gegen diese Transportfirma zu unterstützen. Die ersten Prozesse sind im Dezember 2015 angelaufen, weitere werden folgen (Infoseite)

    Konfrontiert den Laden durch Anrufe und/oder Faxe, fragt nach Herr Fabian oder Friede, die beiden haben einen Strafantrag unterschrieben!

    Stellt Fragen, zeigt euch interessiert, seid Sand im Getriebe!

    Telefonischer Kontakt

    C. Steinweg GmbH Co.KG: 040 78950-0

    Durchwahl Herr Fabian: 040 78950-114

    Durchwahl Herr Friede: 040 78950-200

    Herr Fabian und Herr Friede haben Strafantrag gegen die AktivistInnen gestellt.

    Themen die am Telefon besprochen werden könnten:

    + wissen sie wie oft Urantransporte bei Ihnen abgewickelt werden?

    + wohin gehen diese Transporte?

    + wofür wird das Uran genutzt?

    + wie schützen sie Ihre Beschäftigten vor der anfallenden radioaktiven Strahlung?

    + wieviel Prozent ihres Umsatzes machen Sie mit Urantransporten?

    + wie lang befinden sich die Container jeweils auf Ihrem Gelände?

    + informieren Sie die Bevölkerung bezüglich der Transporte?

    + können sie mir erklären wie Uranerz gewonnen wird?

    + Was versprechen Sie sich von der Strafverfolgung der Anti-Atom-Aktivist*innen?

    + Wieso haben Sie Strafantrag gestellt? Wieso nehmen Sie Ihren Strafantrag nicht zurück, es genügt ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft oder das Amtsgericht Hamburg Harburg.

    + Haben Sie eine Genehmigung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen?

    + Dürfen Sie atomare Stoffe auf ihrem Gelände zwischenlagern? Wie lange?

    + Warum haben Sie im Sommer 2014 die Falsch-Angaben des Hamburger Senats über auf ihrem Gelände zwischengelagerte Urancontainer nicht korrigiert?

    + Warum haben Sie ein Interview mit einem Journalisten der Zeitung DIE ZEIT abgelehnt? Was haben Sie zu verbergen?

    Vorlagen und Adresse

    C.Steinweg (Süd-West Terminal) GmbH Co.KG

    Am Kamerunkai 5

    DE- 20457 Hamburg

    Fax (1): +49 (040) 78950-193

    Fax:(2) + 49 (040) 78950-4114

    Fax (3) + 49 (040) 78950-4200

    Mail: r.fabian@de.steinweg.com

    und t.friede@de.steinweg.com

    Ihr könnt einen eigenen Text schreiben oder die Vorlage (als PDF, DOCX oder ODT) nutzen (herunterladen):

    PDF

    ODT

    DOCX

    Hintergrund

    Am 15. August 2014 beteiligten sich ca. 20 AktivistInnen an einer Inspektion am Süd-West Terminal bei der Firma C. Steinweg. Die Beteiligten konnten über 50 mit Uranerzkonzentrat beladenen Container auf dem Gelände entdecken. Das Uran, das am Süd-West-Terminal umgeschlagen wird, stammt aus Kasachstan, Usbekistan und Namibia. Die Weiterreise geht nach dem Umschlag in Hamburg nach Südfrankreich, wo es in mehreren Schritten zu Uranhexafluorid verarbeitet und dann zu Brennelementen für Atomkraftwerke weiterverarbeitet wird.

    Den AktivistInnen, die sich an der öffentlichkeitswirksamen Aktion bei C. Steinweg beteiligten wird "Hausfriedensbruch" vorgeworfen.

    Die „Inspektionsaktion“ ist nicht die einzige Aktion, die gegen die Urantransporte im Hamburger Hafen stattgefunden hat und juristische Konsequenzen nach sich zieht. Weitere Prozesse wegen anderen Aktionen stehen an.

    Weitere Informationen

    Infos zur damaligen Aktion

    Soli-Prozess-Seite

    Kampagne gegen Atomtransporte in Hamburg